Hier möchte ich das Parlamentarische Patenschaftsprogramm kurz vorstellen. Um einen Eindrück davon zu gewinnen, habe ich hier den Zeitungsartikel reingestellt. Der Artikel entstand bei einem Pressetreffen mit meiner „Patin“ Frau Marlene Mortler.

 
Eysölden (mmr) Stefan Frank aus Eysölden hat das große Los gezogen. Er darf mit Unterstützung des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) ein Jahr in den USA verbringen. Die hiesige CSU-Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler, die als seine Patin fungieren wird, hat Frank als letzten von drei Bewerbern in der Region ausgesucht.

 

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Für ein Jahr in die USA: Der Eysöldener Stefan Frank hat ein Stipendium
des Parlamentarischen Patenschafts-Programms erhalten. Seine Patin
ist die CSU-Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler. – Foto: Meyer

 

„Er war einfach der Beste“, stellte Mortler bei einem Pressegespräch in Roth fest. Mortler wurde allerdings erst in der letzten Runde eingeschaltet – um eine mögliche Vetternwirtschaft zu verhindern. Der 21-jährige musste sich in mehreren Auswahlrunden gegen 1500 andere Bewerber durchsetzen, die an dem Programm für „Junge Berufstätige“ teilnehmen wollten.
Kurz bevor der entscheidende Brief Mitte Februar kam, hatte Stefan Frank gar nicht mehr mit einer Zusage gerechnet. In verschiedenen Internetforen hatten andere Bewerber bereits im Januar davon berichtet, dass sie angenommen worden seien. Um so erfreuter war der junge Bankkaufmann, der bei der Sparkasse Hilpoltstein beschäftigt ist, als doch noch die Zusage ins Haus flatterte.

Stefan Frank hatte schon lange mit dieser Idee geliebäugelt. Denn Anne Polinski, ebenfalls aus Eysölden und PPP-Stipendiatin, hatte ihm von ihrem Auslandsjahr vorgeschwärmt.

Die Sparkasse hat Stefan Frank Sonderurlaub gewährt. „Ich will von zu Hause weg, ein Jahr Erfahrungen sammeln, das fehlt noch als letzter Schritt des Erwachsenwerdens“, sagt der 21-Jährige. Er versteht sich auch als „Mini-Botschafter“ für Deutschland, will mögliche Vorurteile abbauen helfen.

Für ihn ist es die erste USA-Reise. Noch weiß er nicht, wohin es ihn für zwölf Monate verschlagen wird, denn die Gastfamilie, bei der er seine Zeit verbringen wird, ist noch nicht ausgewählt.

Mehrere Monate wird Stefan Frank ein College besuchen, anschließend muss er sich selbstständig einen Job suchen. Am meisten freute er sich aber auf die letzten vier Wochen seines Aufenthalts. Da darf er mit anderen PPP-Teilnehmern das Land bereisen. „Meine Mutter ist begeistert, dass ich selbstständig werde“, erzählt der junge Mann. Weniger erbaut sei hingegen seine langjährige Freundin. Stefan Frank ist aber überzeugt, dass die Beziehung trotz langer Trennung halten wird. „Das ist die Frau, die ich heiraten will.“