Meine Jobs

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Hier mal genauer zu den Jobs, die ich bis jetzt gefunden habe. In einer amerikanischen Bank als Deutscher für 6 Monate zu arbeiten ist fast unmöglich, deswegen habe ich derzeit folgende Jobs:

Im Einzelhandel:

ca. 32 Stunden die Woche arbeite ich in einem Einzelhandelsfiliale mit Tankstelle. Das ist mein Hauptjob und der macht mir auch viel Spaß. Vor allem, weil man viel mit Kunden und Mitarbeitern zu tun hat. Außerdem bekomm ich immer freie Getränke und Kaffee und muss während der Arbeit keine Pausen machen, sondern kann währendessen immer essen 😉

Was ich mache ist Kunden bedienen, Ware ordern, Instandhaltung, Lieferanten einchecken usw., alles was eben dazugehört um eine Filiale zu betreiben.

Fasziniert bin ich von den verschiedenen Arbeitercharakteren: manche Mitarbeiter hetzen sich ab und schauen, dass sie so viel wie möglich in ihrer Schicht erledigen können. Andere wiederum kommen ne halbe Stunde zu spät in die Arbeit und kümmern sich weniger um ihre Pflichten.

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Im Alpencafé:

Das ist ein deutsches Restaurant, in dem ich als Kellner und Koch angestellt bin. Ich arbeite 1-2 Abende in der Woche. Habe erst Mitte Januar angefangen und kann noch nicht so viel dazu sagen, deswegen schreib ich darüber noch einmal einen genaueren Bericht. Man versucht in dem deutschen Restaurant, so viel wie möglich an bayerischer Atmosphäre rüberzubringen. Klappt ganz gut, auch mit dem Essen. Doch manche Sachen die wir verkaufen sind alles andere als deutsch, zum Beispiel Baguette oder Wedges, die wir als Pommes Frites verkaufen. Dafür gibt es aber Speisen wie Sauerbraten, „Oktoberfest Chicken“, viele deutsche Biere und Weine, etc.

Die Arbeit dort ist anstrengend und man muss sich viel merken können. Aber je länger ich dabei bin desto besser wird es. Viele Kunden schätzen es natürlich, einen deutschen Kellner in nem deutschen Restaurant zu haben und stellen viele Fragen: Wo ich herkomme, was ich hier mache, wie es in Deutschland ist. Viele Gäste waren auch schon mal in Deutschland und erzählen ganz stolz von ihren Erlebnissen.

 

Pizza Hut:

Da arbeite ich schon seit Mitte Dezember, zur Zeit aber nur einmal die Woche.

Am frühen Abend haben wir sehr viel zu tun, vor allem weil die Fernsehpausen voll sind mit unserer Werbung „jede Pizza, egal welcher Belag und egal welche Größe für 10 Dollar“. Da gehts hoch her in dem Restaurant. Wenn die Managerin aber weg ist geht´s abends dann lockerer zu und man kann „Pizzawettbewerbe“ machen und wir haben viel Spaß. Außerdem kann ich von Chicken Wings, Lasagne, Breadsticks und Pizzas alles während der Arbeit essen was ich will.

Gestern war Super Bowl, das größte Footballevent des Jahres, ungefähr vergleichbar mit dem Championsleague Finale. Klar, dass die Amis an diesem Abend unendlich viele Pizzas ordern. Unglücklicherweise hat die Managerin an diesem Abend eine schwangere Köchin gefeuert. Als ihr Mann, der ebenfalls Koch ist, davon erfahren hat ist er während der Arbeit einfach gegangen. Er war stocksauer. Jetzt ist er auch gefeuert. Als einziger Koch war also noch ich da und die Managerin, die ziemlich böse war. Mit der hab ich dann noch den ganzen Abend Pizzas machen dürfen. Dass sie auch nicht gut gelaunt war ist ja klar.

Den Koch und seine Frau, die sie übrigens gefeuert hat sind bettelarm, um die 45 Jahre alt und haben schon zwei kleine Kinder. Ich finde es sehr heftig, dass sowas überhaupt geht. Aber das ist eben auch Amerika, „Hire and Fire“.

 

Insgesamt ist es sehr cool drei verschiedene Jobs zu haben. So bin ich ausgelastet, lerne unterschiedliche Menschen kennen, habe viel Spaß und mach verschiedenste Erfahrungen!!!

Posted on Februar 8th 2010 in 3 Jobs

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