Super Bowl Sunday

Zu nachtschlafender Zeit (um 10 Uhr morgens) wurde ich von meiner kleinen Hostsister Alex mehr oder weniger sanft geweckt. Die naechste Runde Schneeschippen war faellig. Ueber Nacht war einiges runtergekommen. 1 ½ Feet wuerde ich mal schaetzen, was nach dem guten metrischen System irgendwas zwischen 40 und 50 cm sein duerften. Spielt auch keine Rolle wieviel genau; es war ne ganze Masse. Alles in allem haben wir uebrigens in 30 Stunden 82 cm Schnee bekommen – hhheeeeefffftttiiigggg!!

Waehrend mein Hostbro Sulaiman, meine Hostparents Rose und John und ich also ordentlich am schippen waren (Hostbro Bilal hat sich clevererweise am Freitag die Hand ein wenig verstaucht, also musste er nicht ran), hatte Alex nix besseres zu tun als uns mehr Arbeit zu verursachen, indem sie grade frei geraeumte Flaechen durch versuchte Schneebrockenattacken auf die Schaufler und von uns aufgetuermte Schneeberge runterrutschen wieder mit ordentlich Schnee bestueckte.

Das Ganze fand sie auch oberspitze, und wenn die boese Mom mal dazwischenfunkte, wurde vorsichtshalber gleich mal losgeheult. Das ist ihre Lieblingstaktik sobald mal etwas nicht so laeuft wie sie sich das gedacht hat oder sie nicht sofort bekommt was sie will. Ich jedenfalls denke momentan verstaerkt darueber nach, ob ich spaeter wirklich Kinder haben will..

Nach ner ca. 2 stuendigen Session (wir mussten die Nachbarn auch noch komplett freischaufeln, die sind ueber 80) gings schweissgebadet unter die Dusche und danach dank der Grosszuegigkeit besagter Nachbarn zu Pizza Hut. Kaum zu Hause, meine mueden alten Knochen sahen sich beim Kampf fuer eine Mittagstunde fast am Ziel, kam die Frage: Lust auf Schlitten fahren? Jawollo!

Ab zum Dead Man’s Hill! Ok, warum der so heisst kann ich jetzt nicht nachvollziehen, gefaehrlich lang oder steil war der nicht. Aber hoert sich ja erstmal beeindruckend an. Die naechsten gut 2 Stunden waren dann ein Schneevergnuegen mit einigen gewagten Abfahrten in unserem Trash Can Lid (sorry, Muelldeckel hoerte sich uebel an..) und dem zum Snowboard umfunktionierten Schlitten – natuerlich fuer die Nachwelt dokumentiert 😀

Wir haben es nach kurzem Stop beim Grocery Store, um Appetizer, Chips, Soda und Bier zu kaufen, dann auch mit Ach und Krach zum Kickoff des Super Bowls geschafft. Nach einer sehr ordentlichen ersten Haelfte, die mit einer 10:6 Fuehrung (nach 10:0 Start) der Indianapolis Colts gegen die New Orleans Saints endete, wendete sich das Blatt.

Die Saints drehten maechtig auf und gingen nach einer 2-Point Conversion mit 24:17 in Fuehrung – na toll. Aber die Colts hatten mehr als genug Zeit, mit Peyton Manning den MVP der Regular Season als Quarterback und ueberhaupt, war ja nur ein Touchdown. Und dann, die Colts kurz vor der gegnerischen 30 Yard Line, wirft der Typ ne Interception! Der Saint ist auf und davon – Ticktack aus die Maus!

Fuer mich, seit Beginn meines Internships hier Hoosier (Spitzname der Leute aus Indiana) durch und durch, geht fuer 1 Minute die Welt unter. Danach, ich bin von den Bears ja Schmerzen gewohnt, hab ichs den Saints gegoennt ^^

Und da aufgrund der unglaublichen Geschwindigkeit der amerikanischen Strassenraeumbehoerden die Arbeit ausfiel, genoss ich meinen Tag mit ein wenig mehr Schneeschippen und einem Walk mit Sulaiman, der in einer knappen Stunde Jogging endete – sehr nice. Nach dem Dinner dann noch schoen ein kleiner Filmeabend (Charlie Wilson’s War; Slumdog Millionaire) und ich war mental mehr als bereit fuer Arbeit am Dienstag 😉

This entry was posted on Montag, Februar 8th, 2010 at 1:42 PM and is filed under DC, Freizeit, Sport. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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