Jun
1
2010
Estes Park
Author: MerleErlebnisbericht kommt später….
also jetzt…
Wir haben das Memorial Day Wochenende in Estes Park in Colorado verbracht. Memorial Day war gestern (Montag) und da das ein offizieller Feiertag ist hatten wir alle frei. Gut, ich hatte frei, Bob und Judy sind ja jetzt beide Rentner.
Wir sind am Donnerstag dem 27. losgefahren und sind nach ca. 7 Stunden Fahrt dann abends um 10 in Estes Park angekommen. Dann mussten wir erst einmal den Camper aufbauen (ich habe es jetzt auch mal geschafft ein Foto vom ausgeklappten Camper zu machen). Da wir ja alle super gut vorbereitet waren haben wir die Nacht tierisch gefrohen, die Temperaturen haben sich nachts stark auf den Nullpunkt zubewegt. Ich habe mir nachts um 2 dann alle moeglichen Kleidungstuecke uebergezogen und dann gings auch.
Den Freitag hatten wir noch keine genauen Plaene. Wir sind nach dem Fruehstueck dann erstmal in die Stadt gefahren (eine echte Touristadt mit nur Kitsch- und Kramslaeden). Nach ausgiebigem Rumschlendern sind wir dann zurueck zum Camping-Platz gefahren, zum einen, weil der Hund mit dabei war und alleine im Camper gesessen hat und zum anderen weil wir hungrig waren.
Den Rest des Tages haben wir dann mit lesen, Nickerchen und essen verbracht. Einkaufen mussten wir auch noch. Unter anderem haben wir eine Tuete Eiswuefel gekauft mit denen ich dann kuscheln konnte. Tagsueber warens dann naemlich ploezlich ueber 30 Grad.
Abends sind wir dann warm eingepackt schlafen gegangen und am naechsten Morgen um 6:30 wieder aufgestanden. Nach einem kurzen Cornflakes Fruehstueck gings dann zum Treffpunkt fuer unsere Mountainbike Tour. Judy und ich waren die einzigen Teilnehmer. Bob und Sasha sind dann im Van mitgefahren. Wir wurden auf den Berg hochgekarrt und sind dann von da aus auf der Strasse (nicht wie ichs am Anfang verstanden habe querfeldein) wieder mit den Mountainbikes nach unten gefahren. Als Judy vorgefahren ist sind wir laut dem Begleiter der hinter uns war auf 27 mph gekommen, ich denke, ich war schneller, dafuer haben wir aber keine Messung bekommen. Den Berg rauf war ich dann aber wieder langsamer. Ausgleichende Gerechtigkeit. Und beim naechsten Huegel habe ich dann meine Gangschaltung so verwirrt, dass sie kurzfristig aufgegeben hat. Aber da waren wir schon fast beim Rastplatz wo die Van-Besetzung schon ein kleines Picknick vorbereitet hatte. Das ganze hat mit Hin- und Rueckfahrt ca. 3 Stunden gedauert und 75 Dollar gekostet. Ich fands ok, Judy war begeistert.
Nachmittags haben wir uns dann in der Stadt einen Markt angeguckt, wo Kuenstler ausgestellt und verkauft haben. Abends haben wir in einem italienischen Restaurant sehr lecker gegessen und danach gings dann noch zu einer Brauerei, weil Bob und Judy noch ein Bier trinken wollten. Haette ich meinen Ausweis dabei gehabt, haette ich auch ein paar Biere ausprobieren koennen. Ich als absoluter Bierfan.
Am Sonntag mussten wir um 11 bei der Grundschule sein um da von einem Shuttle abgeholt zu werden. Wir hatten uns den Abend vorher noch angeguckt, wo wir denn hin muessen. Dazu gings ueber eine lange Bruecke, bei der wir dann im Vorbeifahren direkt neben der Fahrbahn hinter der Leitplanke einige Rehe gesehen haben. Auf dem Rueckweg, nachdem wir die Grundschule gefunden hatten, war die Bruecke dann gesperrt und voll mit Polizei und Krankenwagen. Entweder haben Leute unbedingt mitten auf der Bruecke parken muessen um Fotos zu machen oder die Tiere haben sich ueberlegt auf die Fahrbahn zu springen.
Naja, also am naechsten morgen standen wir dann um 11 bei der Grundschule und haben uns gewundert wo denn das Shuttle bleibt. Nach einem Telefonanruf war dann klar, dass das Shuttle gecanceled wurde, weil eine andere Gruppe am Tag vorher abgesagt hatte. Die Mitarbeiter des Unternehmens waren aber so klug nur die Festnetznummer anzurufen und da auf den Anrufbeantworter zu sprechen. Also hat Bob uns dann gefahren anstatt einen entspannten Tag beim Camper zu verbringen. Der Hund hatte Glueck und durfte auch mitkommen.
Und wo gings hin? Genau, zum Rafting – Beschreibung: Wild and Scenic. Es gibt die Kategorien 0-5 in die ein Fluss eingeteilt wird. Unsere Raftingtour hatte zwei Stellen der Kategorie 4. Unsere Gruppe hat aus 8 Booten mit jeweils 7 Teilnehmern und einem Guide bestanden. Jeder mit einem Ruder bewaffnet wurden wir dann in die Boote aufgeteilt. Judy hat ganz vorne gesessen (man sieht was auf einen zukommt) und ich ganz hinten neben unserem Guide (er wollte jemanden, der beweglich ist und das hin und her und hoch und runter gut aushaelt). Fuer 5 Personen gab es in der Mitte des Bootes jeweils eine “Tasche” um einen Fuss zur Sicherung reinzustecken und fuer den Rest (mich eingeschlossen) gabs nur “klemmt die Fuesse irgendwo rein”. Also hiess es dann 2 forward, 1 backward, forward, forward, forward DAMN IT FORWARD, ok, we’re through – good work
Nach 1,5-2 Stunden waren wir dann durch, klatschnass und kalt, aber gluecklich.
Nach der Rueckfahrt waren wir dann Abends in einem anderen Restaurant essen. Ich habe mir “Seafood-Scampi” bestellt, Nudeln mit naja, Seafood und Scampi in einer Weisswein-Zitronen-Sauce. Als das Essen kam hat Judy dann ihre Bestellung bekommen und dann stand die gute Frau da mit zwei mal Bobs Bestellung. Ob ich das Gericht essen wuerde oder ob sie meine Bestellung noch kochen sollen. Ich habs dann mal einfach gemacht und das genommen, was sie eh schon da hatte. War auch lecker und im Endeffekt haben wir dann nichts bezahlen muessen. Da das Restaurant am Tag vorher erst neu eroeffnet hatte und sich das Personal erst aufeinander einstellen musste war das auch ok.
Danach wollten wir dann noch Cocktails trinken fahren, haben extra noch einen Abstecher gemacht um meinen Ausweis zu holen und standen dann vor einer geschlossenen Bar. Also kein Alkohol und nach einer sehr langen warmen Dusche ab ins Bett.
Montag morgen hiess es dann Abbauen und losfahren. Und nach wieder ca. 7 Stunden Fahrt sind wir dann abends in Garden City angekommen. Unterwegs hatten wir noch bei einer grossen Bueffel-Statue angehalten.
Und heute ist dann endgueltig mein letzter Arbeitsmonat angebrochen. Hier nach heisst es dann nur noch Mexico, New York, Washington, Frankfurt, Bremen.
So, damit dann mal ganz liebe Gruesse in die Heimat
Merle

















