…stays in Vegas! :)

Ich werde trotzdem davon erzählen! Zum Einbruch der Dunkelheit kamen wir über die Hügel der Leak Mead Recreation Area und konnten das volle Ausmaß des eindrucksvollen Lichtermeers von Las Vegas sehen. Einfach gigantisch! (ich glaube Las Vegas verbraucht an einem Tag mehr Strom als eine deutsche Kleinstadt in einem Monat) Natürlich wollten wir uns einen guten Start ins Abenteuer Vegas nicht nehmen lassen und beschlossen über den Strip hereinzufahren. Da anscheinend nicht nur wir diese Idee hatten war das  Verkehrsaufkommen dementsprechend.

Endlich in unserem Hostel angekommen mussten wir erstmal feststellen, dass es nicht sooo nah am Trubel war wie wir uns das gewünscht hatten. Aber das Zimmer war großzügig, nahe am Pool (auch wenn wir ihn nicht benutzen sollten) und alles recht sauber. Nachdem wir uns frisch gemacht und was gegessen haben ging es erstmal zur Fuß zur Bushaltestelle und da mit dem Pendelbus den Strip hinuter. Am CircusCircus stiegen wir aus und trafen uns mit einigen anderen Internationals von UNM die auch dort waren. Gemeinsam gings dann den Strip hinuter und durch die zahlreichen Casinos wie das Ceasars Palace, Mirage oder das Luxor. Zwischendrin wurden mal ein paar Dollar in die Slotmachines geworfen, aber wirklich was gewonnen hat niemand. Dafür kann man umsonst trinken wenn man spielt. Das mussten wir natürlich ausnutzen. Auch ansonsten ist SinCity die einzige Stadt, in der man auf der Straße trinken darf. Eigentlich jeder (ab 21 natürlich) läuft mit einem Bier oder Cocktail den Strip hoch und runter und genießt das Gewusel der ganzen Touris. Überall wird man angesprochen ob man nicht ganz umsonst in einen Club will oder mit der Limo in den nächsten Stripclub gefahren werden will. Wir lehnten dankend ab. Da es schon fast halb 3 Uhr morgens war beschlossen wir noch ins Luxor und den dortigen Club LAX zu gehen. Leider mussten wir Europäer feststellen, dass diese Stadt doch nicht so 24/7 ist wie sie scheint. Kein Eintritt mehr, da es nur bis um 4 Uhr geht. Also das ist echt keine Clubkultur. Ein wenig frustriert machten wir noch eine Runde durch Casino und gingen zur nächsten Bushaltestelle um zum Hostel zurück zu fahren. Gegen halb 6 waren wir dann im Bett und das hieß nur eins: ausschlafen!

Am nächsten Morgen (Mittag) hieß es erstmal frühstück besorgen. Wir machten uns ein paar Sandwiches und ab ging es zum Las Vegas Sign. Ein Foto dort ist einfach muss. Für uns hieß es erstmal anstehen. Denn bevor wir ein Foto machen konnten mussten erstmal die wilden Fotogelüste von einer Hochzeitsgesellschaft gestillt werden. (ich glaube ich habe in den 2 Tagen in Vegas mehr Hochzeiten gesehen als zuvor in meinem ganzen Leben) Nach dem Foto gings dann ab in einer der Outlet Malls in der Nähe des Flughafens. Ich glaube hier könnte man Tage verbringen und unglaublich viel Geld ausgeben. (wenn mans denn hat…) Als wir endlich fertig waren war es draußen schon dunkel. (Natürlich) offen gings über den Strip zurück zum Hostel. Frisch machen, Essen und dann ab zu den anderen ins Hotel. Dieses Mal wollten wir es unbedingt in einen Club schaffen. Und Heather, eines der Mädels, hatte jede Menge VIP Karten abgestaubt. Freier Eintritt bis Mitternacht… Nach ein wenig vorglühen gings ab ins Caesars Palace wo wir in den dortigen Nightclub Pure wollten. Die Schlange war unglaublich. Als wenn Mediamarkt und Saturn gleichzeitig neu aufmachen, WSV haben und kostenlos Playstations verschenken. Also hieß es anstehen. Kann ich ja von Natur aus schon net ausstehen. Aber dann kam die Härte: Aus der so genannten “VIP Schlange” wurde nur alle 10-15min jemand kostenlos in den Club gelassen. Für den Rest hieß es anstehen und warten. Nach eineinhalb Stunden und natürlich kurz nach 12 ging es plötzlich recht schnell. Und aus dem kostenlosen Clubeintritt wurden schnell mal 30$ gemacht. “VIP Karten” gelten ja nur bis Mitternacht. Drinnen war die Party schon in vollem Gang. Sean Kingston performte “live”. Oder eben so live wie man eben Playback performen kann und die Leute waren am ausrasten. Ich wusste zunächt nichtmal wer das eigentlich ist. Aber die Party war schon recht cool! Der Club an sich ist gigantisch. Mehrere Ebenen, eine geniale Terrasse mit Blick über den Strip und natürlich vollkommen überzogene Getränkepreise. Da aber etwa 20 UNM Studenten an diesem Abend da waren, konnte sich die Party echt sehen lassen. Auch an diesem Abend waren wir erst gegen 6 wieder im Hostel. Nur gut, dass wir bis 12 Uhr Zeit hatten Koffer zu packen und auszuchecken um die 11h Heimweg anzutreten…

Mein Fazit: Eine vollkommen künstliche Stadt, mit künstlichen Leuten, total überzogen und bei Tag betrachtet abseits vom Stip auch ziemlich häßlich. Aber für ein Wochenende: GENIAL! :)

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