Kann ein Jahr besser starten als mit einem Roadtrip in die Sonne? Genau aus diesem Grund machte ich mich in der ersten Januarwoche mit Ines auf den Weg nach San Diego. Wir fuhren über Silvercity nach Tucson und verbrachten die Nacht dort. Am nächsten Morgen fuhren wir ein wenig durch Tucson und schauten uns den gigantischen Flugzeugfriedhof an. Mehrere 1000 ausrangierte Flugzeuge und Flugzeugteile auf einer riesigen Fläche. Vom Düsenjet bis zum Jumbo war alles dabei. Natürlich mussten wir offen fahren, da die Temperaturen schon entsprechend hoch waren…

Am frühen Abend waren wir in San Diego. Diese Stadt ist der absolute Wahnsinn! Hier könnte ich auf jeden Fall Leben! Am ersten Abend gingen wir ein wenig am Hafen spazieren. Der nächste Tag begann mit einem Frühstück im Seaport Village. Anschließend gings mit der Fähre nach Coronado Island. Dort verbrachten wir ein paar tolle Stunden am Strand und Hafen. Anschließend ging es zum Horton Plaza zum Schaufensterbummel und Abendessen.

Der nächste Tag sollte der super Strandtag werden. Leider war es zu windig und ein wenig zu kalt um sich wirklich hinzulegen und ins Wasser zu gehen. So fuhren wir die Küste entlang nach Norden bis wir plötzlich auf eine mega Nebelwand stießen. Um wenigstens einen schönen Sonnenuntergang zu sehen drehten wir um fuhren zum Mission Beach. Leider waren der Nebel schneller und so setzten wir uns in ein Cafe am Wasser. Abends ging es nochmal ab ins Gaslamp Quarter und die Messehallen von San Diego.

Am nächsten Morgen war schon es schon wieder Zeit Heim zu fahren. Auf dem Rückweg hielten wir eine Nacht bei Chris und seiner Hostmum in Phoenix. Wir aßen zusammen zu Abend und schwätzen bis in die späte Nacht. Am nächsten Morgen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und dann gings auch schon wieder ab nach Hause!

Meine Highlights im Dezember waren definitv der Trip nach White Sands im Süden von New Mexico, eine richtige Graduation Feierlichkeit von UNM und natürlich Weihnachten im amerikanischen Stil.

Am 17.12. gings ab mit dem Auto Richtung White Sands (http://www.nps.gov/whsa/). White Sands ist ein riesiges (über 700 km²) großes Dünenfeld aus Gipssand ca. 4h von Albuquerque entfernt. Zusammen mit 6 weiteren Freunden von mir machten wir uns auf den Weg das ganze zu besichtigen. Da wir auf dem Weg ein wenig verloren gingen kamen wir genau an, als der Nationalpark seine Pforten schloss. Also beschlossen wir spontan eine Nacht dort zu verbringen und am nächsten morgen unser Glück erneut zu versuchen.

Früh um 8 waren wir dann die ersten Personen allein auf weiter Flur. Es war gigantisch. Da es nachts schon fror war die oberste Sandschicht mit Eiskristallen besetzt und glitzerte unglaublich im Morgenlicht der aufgehenden Sonne (wie poetisch…). Wir fuhren den ca. 8 Meilen langen Rundkurs quer durch den Nationalpark ab und stiegen zwischendurch an einigen Stellen aus um auf die Dünen zu klettern und Fotos zu machen. Im Sommer kann man sich dort auch Plastikschlitten ausleihen und die Dünen runterrodeln. Mit einigen Kilos Sand in den Schuhen ging es dann im Eiltempo zurück, da wir am selben Abend alle zu Tatiana’s Gradutation Feier gehen wollten.

Abends gegen 18h ging in einer großen Veranstaltungshalle in Albuquerque, die Graduation Feierlichkeiten für einige 100 UNM Studenten los. Es begann mit einem großen Einmarsch der Bachelorstudenten, gefolgt von den Master und PhD Absolventen und Professoren. Sogar der Congressman von New Mexico war anwesened und hielt eine Rede. Alle Absolventen waren in ihre nach Rang gegliederten Roben festlich gekleidet und saßen in der Mitte der Halle, während Eltern, Familie und Freunde auf den Rängen das ganze Spektakel verfolgen konnten. Die ganze Zeremonie dauerte über 3h. Jeder Student wurde mit Namen aufgerufen und bekam sein Diplom überreicht. Anschließend wurde unter tosendem Beifall der Zuschauer die ganze Meute aus dem Saal geleitet. Für mich war es ein schönes Erlebnis mal bei so einer Feierlichkeit dabei zu sein, da es an deutschen Unis ja in diesem Stile nicht zelebriert wird.

Und dann war es auch schon da: WEIHNACHTEN :) Der 24.12. wird ja hier nicht wirklich groß gefeiert. Der Tag verlief relativ gewöhnlich bis zum frühen Abend. Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren wir mit dem Auto nach Oldtown und besuchten verschiedene Neighbourhoods um die Luminaria zu sehen. Diese Besonderheit gibt es nur in New Mexico. Dabei werden kleine Papiertüten am Boden mit Sand gefüllt und dann mit einem Teelicht erleuchtet. Diese Lichter werden dann ca. alle 50cm entlang der gesamten Straßen und Wege als Umrahmung gestellt. Zudem sind die meisten Häuser auch festlich mit Weihnachtslichtern dekoriert. Das ganze sieht einfach unglaublich aus! Nachdem wir ca. eine Stunde durch die Kälte gelaufen waren kehrten wir bei Freunden der Familie zum Essen ein. Bei meiner Gastfamilie ist es eine Art Tradition am Christmas Eve verschiedene Freunde zu besuchen und bei ihnen gemeinsam zu Essen und zu Trinken. Insgesamt schauten wir an dem Abend bei 3 verschiedenen Familien vorbei. Es gab alle erdenklichen Köstlichkeiten und jede Menge Leute von Freunden bis Familie waren da. Ich finde das eine sehr schöne Tradition und bin froh, dass ich es miterleben durfte. Gegen Mitternacht waren wir dann wieder zu Hause.

Am nächsten Morgen war dann das eigentliche Weihnachten. Wie auch an Thanksgiving wurde Tom von meiner Familie mit eingeladen Weihnachten mit uns zu verbringen. Am Morgen fuhren wir zu Jessies Mutter zum Frühstücken. Sie macht jedes Jahr ein riesiges Frühstück für ca. 25 Leute aus Familie und Freunden. Gegen Mittag waren wir dann wieder zu Hause und es wurden erstmal kräftig Geschenke ausgepackt. Anschließend wurden einige Spiele gespielt und dann ging es wieder ans Essen :) Jede Menge Köstlichkeiten bis man nicht mehr konnte. Gegen frühen Abend war das ganze dann beendet und alle waren glücklich und zufrieden mit ihren gefüllten Bäuchen und tollen Geschenken. Ich fuhr Tom nach Hause und machte mich dann auf den Weg zum Flughafen um Ines abzuholen…

Nachdem mein letzter Beitrag ja schon ne ganze Weile her ist und die eigentlichen Geschehnisse noch weiter zurück liegen habe ich beschlossen eine kleine Kurzzusammenfassung der letzten 4 Monate zu machen. In jeden Monat gab es ja gewisse Highlights von denen ich ganz gerne Berichten würde, auch wenn ich das wohl net mehr soo ausführlich machen werde wie teilweise zuvor. Aber natürlich sollt ihr schon erfahren, was ich so die letzte Zeit getrieben habe :)

Zuerst mal eine gute Nachricht: mir geht es gut! Ich habe noch 2 1/2 Woche Uni dieses Semester und dann wir nur noch gearbeitet. Seit ein paar Wochen habe ich auch einen neuen Job (wird aber in den Highlights mehr zu lesen sein) und genieße mein Leben hier in vollen Zügen. Bevor ich aber schon zu viel anschneide, verweise ich doch lieber auf die Highlights, die ab jetzt in relativ kurzen Zeitabständen folgen werden… Viel Spass beim Lesen!

Carlsbad Caverns

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Nach weiteren eineinhalb Stunden Fahrt durch die Wüste kamen wir nach Carlsbad. Es ist immer wieder erstaunlich wie weit ausgetreckt diese kleinen Städte sind. Erst fährt man Stundenlang durch nichts und sieht nichtmal einen Baum für hunderte von Kilometern und dann erstreckt sich eine riesig erscheinender Ort vor einem, der eigentlich Recht klein ist. Hier gibt es definitiv einfach zu viel Platz…

Da wir erst in der Abenddämmerung ankamen, waren die Tropfsteinhöhlen von Carlsbad leider schon zu. Wir nahmen uns also ein Hotelzimmer am Eingang des Nationalparks. Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf die Socken und waren bereits gegen halb 9 am Eingang. Die Höhlen von Carlsbad sind die größten der westlichen Hemisphäre. Wir beschlossen sie vom Eingang aus zu Fuß zur erkunden und nicht direkt mit dem Aufzug in die Haupthöhle zu fahren. Der Weg hinuter ist steil und lang. Aber es lohnt sich definitiv. Noch dazu wenn man einen Geologiestudenten dabei hat. Und die verschiedenen Steine und Konstellationen, die wir unterwegs sehen konnten waren einfach gigantisch. Insgesamt verbrachten wir den kompletten Vormittag unter Tage. Diese Höhle ist definitiv sehenswert!

Gegen Mittag ging es dann zurück Richtung Albuquerque. Wir beschlossen nicht komplett die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg zu fahren. Langsam ging uns die Wüste echt auf die Nerven. Also fuhren wir zurück nach Roswell und von da aus quer durch Lincoln County. Die Landschaft dort ist einmalig schön. Noch dazu weil es in den Bergen das Schneien anfing hatte man das Gefühl durch eine märchenhafte Filmkulisse zu fahren. Die Rückfahrt war zwar länger als gedacht, aber dennoch wesentlich besser, als der Hinweg…

Da Thanksgiving auf einen Donnerstag gefallen war, hatten wir durch den Brückentag (Black Friday) ein verlängertes Wochenende. Also beschlossen Tom und ich spontan, einen kleinen Trip zu unternehmen. Samstag morgen ging es los Richtung Süden. Das Ziel: Roswell. Jeder Mensch kennt diesen sagenumwogenen Landeplatz der UFOs. Dort mussten wir hin. Komischerweise konnte kein Nicht-Europäer diese Vorfreude mit uns teilen. “Der langweiligste Platz auf Erden…” war noch das harmlosteste was wir zu hören bekamen. Nichtsdestotrotz mussten wir dorthin. Nach ca. 4h Fahrt (mehr oder weniger geradeaus durch die Wüste) hatten wir Roswell erreicht. Ein Kaff, noch trostloser als die nackte Wüste. Viel mehr als einen Walmart, die üblichen Fastfood Ketten und Motels gibt es hier nicht zu sehen. Wir wollten uns davon jedoch nicht enttäuschen lassen und fuhren direkt nach Downtown um uns das UFO-Museum anzuschauen. Downtown Roswell ist ca. 1 Meile lang und man erkennt es daran, dass die Straßenlaternen wie Alienköpfe aussehen. Dazu gibt es noch 3-4 Geschäfte vollgestopft mit UFO Ramsch und natürlich das Museum. Kostet nur $5 Eintritt, die man allerdings besser investieren könnte. Wenn man das Wort UFO googelt und die ersten 500 Treffer ausdruckt, hat man wahrscheinlich mehr über UFOs gelernt als in diesem Museum… Für Tom und mich gab es nur 2 mögliche Erklärungen. Entweder hatten die Aliens einen wirklich schlechten Geschmack oder sie mussten eine gravierende Panne gehabt haben. Sonst wären sie bestimmt nie in Roswell gelandet! Wir waren froh als es nach weniger als 3h Aufenthalt dort endlich weiter Richtung Carlsbad ging…

Thanksgiving

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Das nächste Fest was anstatt war Thanksgiving. Meiner Meinung nach ist das der geheime Startschuss für das vorweihnachtliche Schlemmen. Ab dann kann man seine Waage schonmal im Keller verstecken und braucht sie bis Mitte Januar gar nicht mehr rausholen…

Der Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück… Ab Vormittags wurde dann in der Küche eifrig gekocht, gemixt und geknetet. Wie schon oben erwähnt, geht es bei Thanksgiving hauptsächlich ums Essen. Und natürlich das gemütliche Beisammensein unter Freunden und Familie. Gegen Mittag holte ich Tom von zu Hause ab, der von meiner Family eingeladen war, dass Fest mit uns zu verbringen. Nach und nach kamen noch einige Freunde und Verwandte hinzu. (hier spielt es nicht so wirklich eine Rolle wer kommt. Wer da ist, wird willkommen geheißen und gehört dann dazu.) Am frühen Nachmittag wurde dann gegessen. Oder besser geschlemmt. Natürlich gab es den schon mit Spannung erwarteten Turkey. Dazu selbstgemachte Preiselbeersoße, grünen Sparge, Kartoffelbrei, dunkle Soße, Schweinefilet, Süßkartoffeln und noch einiges mehr. Im Anschluss daran gab es Kaffee und Kuchen bis schließlich keiner mehr Essen konnte. Das ganze Essen zog sich bis in den frühen Abend hinein. Danach wurde noch zusammengesessen, erzählt und Spiele gemacht.

Auf Abendessen wurde dann aber doch verzichtet…

Pünktlich am 31.10. war es DA! Halloween… Mein erstes Halloween in den Vereinigten Staaten. Der Tag verlief ziemlich relaxed. Nachmittags gemütlich Bierchen trinken und Filmchen schauen. Aber sobald es dunkel wurde stand natürlich in der Nähe der Tür eine Megaschüssel mit Süßigkeiten für die Kinder bereit, die ihre Trick-or-Treat-Spielchen machen wollten. Doch das es in unserem Viertel nicht allzu viele Kinder gibt, war der Zulauf relativ gering. War trotzdem mal lustig das alles so zu erleben.

Dave und ichGegen 21h haben Jeremy und ich uns dann auch bereit gemacht. Er hat sich als toter Fahrradfahrer verkleidet und ich als Joker. Jessie hat uns dann nach Downtown gefahren zu einer Mega Halloween Party mit mehr als 200 Leuten. 3 Dancefloors und Live Bands und natürlich alle verkleidet. Das war schon lustig anzusehen. Von einfachen Geistern bis Jack Sparrows, die kaum vom Original zu unterscheiden waren, war alles dabei. Und da es sich um ein privates Gelände handelte, war auch Gott sei Dank mal nicht schon um 2 Schluss. Im Frühen Morgengrauen ging es dann ab zu Dave’s Apparment ein paar Blocks die Straße runter, wo wir für ein paar Stunden schlafen konnten. Auch wenn ich Halloween in Deutschland nicht so wirklich nachempfinden konnte, muss ich sagen, hab ich hier einen Megaspaß gehabt :)

Hoover Dam

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Nachdem wir es tatsächlich schafften am nächsten Morgen pünktlich aus dem Hostel zu kommen war unser erster und einziger Stopp auf dem Heimweg nach ABQ der Hoover Dam. Wenn auch nur 25 Meilen ausserhalb von Vegas gelegen, brauchten wir fast eine Stunde. Der Verkehr begann schon kurz nach Vegas zu stocken und dann ging es nur noch im Schritttempo weiter. Nach einer Sicherheitskontrolle konnten wir endlich weiterfahren und uns auf der anderen Seite des Dammes einen nahegelegenen Parkplatz suchen. Von dort aus ging es zu Fuß zurück. Was vom Auto aus recht überschaubar wirkte wurde zu Fuß zum Erlebnis. Die Ausmaße dieses Dammes sind echt gigantisch. Noch dazu wenn man im Hintergrund die neue Brücke entstehen sieht, an der seit über 6 Jahren gearbeitet wird. Sie gehört zu der neuen Umgebungsautobahn, die den Verkehr um den Damm herumleiten soll. Nach ca. 1h ging es dann weiter den langen Weg nach Albuquerque. Vollkommen erschöpft und überwältigt von den genialen Eindrücken kehrten wir gegen halb 2 nachts vom Fallbreak Roadtrip zurück…

…stays in Vegas! :)

Ich werde trotzdem davon erzählen! Zum Einbruch der Dunkelheit kamen wir über die Hügel der Leak Mead Recreation Area und konnten das volle Ausmaß des eindrucksvollen Lichtermeers von Las Vegas sehen. Einfach gigantisch! (ich glaube Las Vegas verbraucht an einem Tag mehr Strom als eine deutsche Kleinstadt in einem Monat) Natürlich wollten wir uns einen guten Start ins Abenteuer Vegas nicht nehmen lassen und beschlossen über den Strip hereinzufahren. Da anscheinend nicht nur wir diese Idee hatten war das  Verkehrsaufkommen dementsprechend.

Endlich in unserem Hostel angekommen mussten wir erstmal feststellen, dass es nicht sooo nah am Trubel war wie wir uns das gewünscht hatten. Aber das Zimmer war großzügig, nahe am Pool (auch wenn wir ihn nicht benutzen sollten) und alles recht sauber. Nachdem wir uns frisch gemacht und was gegessen haben ging es erstmal zur Fuß zur Bushaltestelle und da mit dem Pendelbus den Strip hinuter. Am CircusCircus stiegen wir aus und trafen uns mit einigen anderen Internationals von UNM die auch dort waren. Gemeinsam gings dann den Strip hinuter und durch die zahlreichen Casinos wie das Ceasars Palace, Mirage oder das Luxor. Zwischendrin wurden mal ein paar Dollar in die Slotmachines geworfen, aber wirklich was gewonnen hat niemand. Dafür kann man umsonst trinken wenn man spielt. Das mussten wir natürlich ausnutzen. Auch ansonsten ist SinCity die einzige Stadt, in der man auf der Straße trinken darf. Eigentlich jeder (ab 21 natürlich) läuft mit einem Bier oder Cocktail den Strip hoch und runter und genießt das Gewusel der ganzen Touris. Überall wird man angesprochen ob man nicht ganz umsonst in einen Club will oder mit der Limo in den nächsten Stripclub gefahren werden will. Wir lehnten dankend ab. Da es schon fast halb 3 Uhr morgens war beschlossen wir noch ins Luxor und den dortigen Club LAX zu gehen. Leider mussten wir Europäer feststellen, dass diese Stadt doch nicht so 24/7 ist wie sie scheint. Kein Eintritt mehr, da es nur bis um 4 Uhr geht. Also das ist echt keine Clubkultur. Ein wenig frustriert machten wir noch eine Runde durch Casino und gingen zur nächsten Bushaltestelle um zum Hostel zurück zu fahren. Gegen halb 6 waren wir dann im Bett und das hieß nur eins: ausschlafen!

Am nächsten Morgen (Mittag) hieß es erstmal frühstück besorgen. Wir machten uns ein paar Sandwiches und ab ging es zum Las Vegas Sign. Ein Foto dort ist einfach muss. Für uns hieß es erstmal anstehen. Denn bevor wir ein Foto machen konnten mussten erstmal die wilden Fotogelüste von einer Hochzeitsgesellschaft gestillt werden. (ich glaube ich habe in den 2 Tagen in Vegas mehr Hochzeiten gesehen als zuvor in meinem ganzen Leben) Nach dem Foto gings dann ab in einer der Outlet Malls in der Nähe des Flughafens. Ich glaube hier könnte man Tage verbringen und unglaublich viel Geld ausgeben. (wenn mans denn hat…) Als wir endlich fertig waren war es draußen schon dunkel. (Natürlich) offen gings über den Strip zurück zum Hostel. Frisch machen, Essen und dann ab zu den anderen ins Hotel. Dieses Mal wollten wir es unbedingt in einen Club schaffen. Und Heather, eines der Mädels, hatte jede Menge VIP Karten abgestaubt. Freier Eintritt bis Mitternacht… Nach ein wenig vorglühen gings ab ins Caesars Palace wo wir in den dortigen Nightclub Pure wollten. Die Schlange war unglaublich. Als wenn Mediamarkt und Saturn gleichzeitig neu aufmachen, WSV haben und kostenlos Playstations verschenken. Also hieß es anstehen. Kann ich ja von Natur aus schon net ausstehen. Aber dann kam die Härte: Aus der so genannten “VIP Schlange” wurde nur alle 10-15min jemand kostenlos in den Club gelassen. Für den Rest hieß es anstehen und warten. Nach eineinhalb Stunden und natürlich kurz nach 12 ging es plötzlich recht schnell. Und aus dem kostenlosen Clubeintritt wurden schnell mal 30$ gemacht. “VIP Karten” gelten ja nur bis Mitternacht. Drinnen war die Party schon in vollem Gang. Sean Kingston performte “live”. Oder eben so live wie man eben Playback performen kann und die Leute waren am ausrasten. Ich wusste zunächt nichtmal wer das eigentlich ist. Aber die Party war schon recht cool! Der Club an sich ist gigantisch. Mehrere Ebenen, eine geniale Terrasse mit Blick über den Strip und natürlich vollkommen überzogene Getränkepreise. Da aber etwa 20 UNM Studenten an diesem Abend da waren, konnte sich die Party echt sehen lassen. Auch an diesem Abend waren wir erst gegen 6 wieder im Hostel. Nur gut, dass wir bis 12 Uhr Zeit hatten Koffer zu packen und auszuchecken um die 11h Heimweg anzutreten…

Mein Fazit: Eine vollkommen künstliche Stadt, mit künstlichen Leuten, total überzogen und bei Tag betrachtet abseits vom Stip auch ziemlich häßlich. Aber für ein Wochenende: GENIAL! :)

Zion National Park

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Nach ein paar weiteren Stunden Fahrt, waren wir endlich am Zion National Park angekommen. Ich hatte schon von meiner Gastfamilie gehört, dass es ziemlich schön da sein soll. Aber es war noch besser. Ich würde es definitiv zu den schönsten Landschaften zählen, die ich je in meinem Leben gesehen hab. Die Berge sind einfach unglaublich und es sieht einfach unheimlich idyllisch aus. Wir verbrachten ein paar Stunden dort um ein wenig abseits der Straße umherzulaufen und Fotos zu machen. Es war gigantisch! Und die Straße ist wie gemacht für mein Auto :) Doch leider waren dieses Mal weder Speedlimits noch Verkehr auf unserer Seite. Dennoch hat sich der Besuch hier auf jeden Fall gelohnt.

Anschließend ging es über die Interstate weiter Richtung Vegas. Da wir aber der Meinung waren abseits des Highways mehr zu sehen zu bekommen, beschlossen wir den etwas längeren Weg durch die Lake Mead Recreation Area zu nehmen. Lake Mead ist der Stausee des Hoover Dams und dementsprechend groß. In der Recreation Area gelegen ist der Valley of Fire State Park. Ein Gebiet, dass aus roten, ziemlich futuristisch aussehenden Felsen besteht. Der perfekte Ort für einen Sonnenuntergang, aber aufgrund einer falschen Abfahrt und des daraus resultierenden Umweges waren wir etwa 10 Minuten zu spät dran… Also ging es weiter auf unser Hauptziel zu. Noch ca. 25 Meilen bis zur Stadtgrenze!

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